Startseite Fahrten 2011
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Die Wahl des Ausflugsziels für 2011 fiel auf die Plattenburg bei Bad Wilsnack. Als wir im Sommer die Absprachen mit den Betreibern führten war das allerbeste Ausflugswetter, so daß an diesem Tag einige Unzulänglichkeiten nicht auffielen. Dazu später mehr. In diesem Jahr wollten wir versuchsweise einmal andere Wege im Ablauf unserer Jahresfahrt gehen. Wir hatten einen Abend mit Comedy-Dinner gebucht. Aus diesem Grund war es zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht unseren Schützenkönig in angemessenem Ambiente zu würdigen. Dieses Highlight im Vereinsjahr wurde auf die Weihnachtsfeier vertagt.
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Zu unsere diesjährigen Fahrt hatten sich leider nur sehr wenige Sportfreunde angemeldet. Als wir am ersten Abend im Burgkeller gemütlich beisammen saßen haben wir so richtig geschlemmert. Rustikales, leckeres Essen und süffiges Schwarzbier vor dem Kamin - einfach gemütlich. Die Wirklichkeit holte uns aber spätestens beim Schlafengehen ein. Vier Paare hatten in dem modernen Ferienhaus Zimmer bezogen. Sie fanden hier alles zu ihrer Zufriedenheit vor. |
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Die anderen beiden Paare mußten da schon etwas härter im Nehmen sein. Sie wohnten im Schloss, wo seit dem Mittelalter nur die Heizung verändert wurde. Jede horizontale Ebene war in eine andere Richtung geneigt. Einen kleinen Eindruck gewinnt man an Hand des Fotos. Die Möblierung war auch etwas Speziell. Neben einem Bett, 2 Stühlen und einem sehr kleinen Siteboard gab es noch eine einzige Glühbirne, die von der mehr als 4 Meter hohen Decke baumelte. Wegen Frischluft brauchte sich keiner Sorgen machen, denn die Fenster waren, obwohl geschlossen, eigentlich offen. Man solte denken, dass jemand der hier übernachtet noch Geld dazu bekommt. Weit gefehlt; diese Zimmer waren nur 2,- € pro Person und Nacht billiger als die modernen Ferienhauszimmer. Dafür noch einmal unseren herzlichen Dank an die Leitung der Plattenburg. Aber wir wollen ja nicht meckern, wir haben es überlebt und sind gestärkt aus diesem Wochenende herrausgegangen. Was uns nicht umbringt macht uns stark, oder nur die Harten komm' in Garten. |
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Nach dieser ersten Nacht trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück im Burgkeller. Das Frühstücksangebot war lecker und reichhaltig. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Bad Wilsnack. Hier wollten wir in der örtlichen Schießanlage einen Wettkampf mit Kleinkaliberwaffen austragen. Unsere Frauen wollten mit der Langwaffe schießen. Wir Männer entschieden uns für die Kurzwaffe. Als wir an der Schießsportanlage eintrafen war der anwesende Sportfreund der Bad Wilsnacker Schützengilde sehr überrascht. Aus welchem Grund auch immer wurde nicht durchgestellt, dass wir am Vormittag dort einen Wettkampf ausüben wollten. Nach einem Telefonat mit dem Vorsitzenden der Schützengilde löste sich alles in Wohlgefallen auf und wir konnten das tun, wozu wir hergekommen waren. |
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Leider wollte die von uns mitgebrachte Munition nicht so recht funktionieren. Jede einzelne Patrone war dermaßen eingefettet, dass sie schwer in das Patronenlager hineinging. Das Auswerfen der abgeschossenen Patronen ging dann fast gar nicht. Die Lösung: Neue Munition kaufen. War auch netterweise kein Problem. Dafür nochmals herzlichen Dank den Betreibern der Schießsportanlage. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten war dann der Wettkampf sehr problemlos verlaufen. Die Auswertung der Ergebnisse wurde ebenfalls auf die Weihnachtsfeier verlegt. Nur die Wertung der "B-Note" erfolgte gleich. Auf dem Bild sehen wir die Gewinnerin der Haltungswertung. Es ist nur gut, dass wir mit Kleinkaliber geschossen haben. Bei einer großkalibrigen Waffe hätte es sicher bleibende Schäden gegeben. An der Handhabung müssen wir noch arbeiten. Nachdem alle Kameraden geschossen hatten ging es ab nach draußen. |
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Unser Plan war anfangs in die Kristalltherme Bad Wilsnack zu gehen, um uns zu Entspannen. Das Herbstwetter war aber dermaßen schön, dass niemand mehr in die Therme wollte. Wir entschlossen uns in kleineren Gruppen die wunderschöne Prignitz entlang der Elbe zu erkunden. In Rühstädt, dem allseits bekannten Storchendorf, hat just an diesem Tag die Wildsaison in den Gaststätten begonnen. Gleich hinter der Kirche fanden wir eine kleine gemütliche Gaststätte mit funktionierendem Kamin. Dort gab es neben Grünkohl auch das erste Hirschgulasch der Saison. Es war alles sehr schmackhaft. Nach einem Verdauungsspaziergang durch den Ort ging es weiter nach Wittstock. Auch hier ein kleiner Stadtrundgang mit anschließendem Kaffeetrinken im Cafe Elbe 8. Das Foto entstand direkt vor dem Cafe. Dann wieder ab zur Plattenburg um uns für den Abend zu rüsten. |
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Zu 18.00 Uhr fanden wir uns wieder alle im Saal der Burg ein. Verständlich, dass die Betreiber der Burg so viel wie möglich Gäste in den Saal bekommen wollen, aber 20 Personen weniger hätten doch schon sehr zum besseren Sitzen der anderen beigetragen. Es war einfach zu eng an den Tischen. Solange noch nicht gegessen wurde konnte man es noch aushalten. Aber dann ging das Geschieb und Gedrängle doch los. So mancher hatte doch den Ellenbogen des Nachbarn in den Rippen oder vor dem Gesicht. Das war schon Essen unter erschwerten Bedingungen. Nach einem ausgiebigen Buffet zwängte sich jeder auf seinen Platz um den Darbietungen zu lauschen. Irgendwie hatten die Akteure noch nicht die richtige Traute, oder waren noch mit Essen beschäftigt. Es zog sich hin. Nach dem dann doch etwas mehr Zeit als erwartet verstrichen war, ging es los. Leider hatte der Techniker, der die Musikanlage betreute, die vergangene Zeit nicht auf die Wartung seiner Anlage verwendet. Dauernd quietschte oder schrie etwas. Der sollte die DJ-Lehre nochmal machen.
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Als dann endlich der Moderator in Aktion trat, um sehr wortreich den ersten Künstler anzukündigen, wollte man schon fast vom Glauben abfallen. Niemand geringeres als unser ehemaliger Staatsratsvorsitzender kam unter Polizeischutz auf die Bühne. Es folgte eine dermaßen ausgelutschte Parodie auf die, glücklicherweise vergangene, gute alte Zeit. Einfach nur peinlich. Im Laufe des Abends wurde das Programm dann doch besser. Die gesamte Truppe nennt sich die Comedy-Crew Havelland. Dazu gehören unter anderem Edgar-Peter Kuß und Mario Menzel. Herr Kuß parodierte sehr gut den bekannten Hans-Werner Olm in seinen Rollen. Auch der Mario Menzel trat als Opa Knebel und Marlene Jaschke (Foto) auf. Marlene war so gut drauf, dass sie sogar auf unserem Tisch tanzte. Die stattliche Else Kußnowski (E.-P. Kuß) und Marlene Jaschke (M. Menzel) im Zusammenspiel war schon ein eigen Ding. Im Verlauf des Abend traten dann auch Herricht und Preil, natürlich parodiert, auf. Naja. |
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Für mich war an diesem Abend das absolute Highlight der Auftritt von "Ulli's Gang". Diese Truppe ist der ultimativen Vertreter des Bauern-Pop. Sie haben sofort den ganzen Saal mit ihren Songs mitgerissen. Mit der Ex-Frau und Mandy konnten sich doch sehr viele identifizieren. Sollte diese Truppe mal woanders auftauchen muss man einfach hingehen. Nachdem unsere Lachmuskeln im Laufe des Abends doch mal mehr, mal weniger strapaziert wurden legte der DJ-Lehrling noch Tanzmusik auf. Im Saal nebenan bewegten sich doch einige der Comedy Gäste zu flotten Klängen. |
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Am Sonntagmorgen war nach dem Burgkellerfrühstück allgemeiner Aufbruch. Unser Ulli hat noch eine Besichtigung einer neuerstellten Biogasanlage organisiert. Die Kameraden, die dieses Angebot war genommen haben, sind von dieser Technik überzeugt. Andere Kameraden sind am Sonntag in die Kristalltherme nach Bad Wilsnack gefahren um sich bei über 30° C warmen Wasser zu erholen. Es ist schon toll in 24% Sole zu schweben. Das ist ein "Totes-Meer Gefühl". Bis zum Abend sind dann alle wieder gut zu Hause angekommen. |
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